Vogelschlag

Beitrag von Hermann Rohrer

Das BAZL geht bei seinem Entscheid ohne Prüfung (und ohne auf meine schriftlich eingereichten Hinweise eingegangen zu sein) von unveränderter Absturzgefahr beim Südanflug aus. Dem ist nicht so, es besteht ein erhöhte Gefahr von Vogelschlag, wie die Ihnen gestern geschickten Belegaufnahmen von grossen Mittelmeermöwe-Schwärmen in der geplanten Südanflugschneise des Flughafens Bern-Belp zeigen.

Eine Kollision gerade an nebligen Wintertagen mit einem grossen, geschlossen fliegenden Schwarm dieser 1.5kg-„Mocken“ ist nicht unwahrscheinlich und kann zum Absturz eines Jets führen. Bei meinen Belegaufnahmen am 09.01.2016 war der Himmel über dem Altersheim Neuhaus in Münsingen voll von etwa in 100m Höhe explorierend kreisenden Mittelmeermöwen, mit dem Handy waren keine Belegaufnahmen möglich, statt zu zählen begab ich mich deshalb umgehend nach Hause, um die Kamera mit Tele zu holen, was dazu führte, dass zwischenzeitlich der Hauptschwarm bereits abgezogen war.

Folgender Artikel ist dabei sehr aufschlussreich:
https://www.blick.ch/news/schweiz/100-mal-im-jahr-krachts-tendenz-steigend-vogel-alarm-am-flughafen-zuerich-id2546533.html

In Zürich-Kloten wird das 5km entfernte kleine Feuchtgebiet Neeracherried für den vermehrten Vogelschlag verantwortlich gemacht. Beim Südanflug Bern-Belp wird ein solches Feuchtgebiet, nämliche die Aare-Auen, im tiefen Landanflug überquert!

Weitere Informationen zum Thema „Gefährdung durch Vogelschlag“

 

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