Tempo 30 in Münsingen

Haben wir nun oder doch nicht?

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Impressionen vom 7. August morgens um 7 Uhr im Dorfmattweg (zur Erinnerung: In der Tempo 30 Zone gibt es keine Fussgängerstreifen und der Dorfmattweg ist in der Tempo 30 Zone).

 

Gut gemeint – schlecht geplant – nicht zu Ende gedacht.

Münsingen wollte den Verkehr beruhigen. So weit noch sehr gut.

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Von teuren Profis geplant wurden Verkehrsflussbehinderungen, die zwischenzeitlich teilweise schon wieder unter Kostenfolge zurückgebaut werden müssen. Ein Desaster.

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Die Folgen der Aktion sind nun hör-, riech- und sichtbar.

Bei den Verengungen muss trotz Tempo 30 regelmässig auf 0 abgebremst und neu beschleunigt werden. Lärm entsteht, Abgase werden zusätzlich erzeugt, Feinstaub in der Luft sind die Folgen. Nicht wirklich durchdacht.

Fazit: Gut gemeint – anders herausgekommen.

STOP and GO = Hohe Energie- und Geldverschwendung plus unnötige CO2 Produktion. Ein gleichmässiger und flüssiger Tempo 30 Verkehrsfluss wäre sinnvoller gewesen.

Dass die Anwohner der Schikanen klagen war vorauszusehen.

Nebenschauplatz Fussgängerstreifen:
Das gut funktionierende System mit den Fussgängerstreifen wurde komplett umgekrempelt und ad absurdum geführt. Die bestehenden Streifen entfernte die Gemeinde für teures Geld und ersetzte sie durch Pseudostreifen.
Diese Bodenbemalungen suggerieren Fussgängerstreifen.
Unsere Kinder wurden im richtigen Verhalten im Verkehr ausgebildet, dazu gehört die Strassenquerung und das korrekte Verhalten an den Fussgängerstreifen. Wer wird ihnen und unseren älteren Mitbürgern (Z. B. Querung bei den Alterswohnungen Erlenau)
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jetzt klarmachen, dass sie alles Gelernte vergessen und sich mit dem geschaffenen Chaos zurechtfinden sollen?

Beispiel: Mit den Pollern wird eine Strassenquerung vorgegaukelt, die Pseudostreifen sind etwas entfernt aufgemalt.

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Der Clou: Nicht für die Katze aber eventuell für die Enten von der Giesse?

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Die Rechnung der Gemeinde schloss mit ca. 1,3 Mio. Defizit ab. Das Tempo 30 Chaos kostete knapp 600’000 Franken plus die unbekannten Kosten für die Nachbesserungen (siehe oben). Steuerhinterzieher werden zu Recht bestraft, Steuergeldverschleuderer kommen straflos davon. Wie kann man den Wahnsinn der Verantwortlichen in Münsingen stoppen?

 

 

29 Gedanken zu „Tempo 30 in Münsingen

  1. F. Lechner

    Meine Erfahrunge auf Münsingens Quartierstrassen. Einige Höhepunkte aus gut 40 Jahren Erfahrung.

    1 Einziger Todesfall nach meiner Erinnerung: Ein übermütiger Sek.Schüler fuhr von der Schule ungebremst in die Bernstrasse bei der Chäsi und wurde dort von einem Fahrzeug erfasst und tötlich verletzt. Bei der Gemeinde reagierte man mit Vernunft. Man stellte ein Hindernis quer vor die Einmündung. Dieses Hindernis wurde seither entfernt. Der gleiche Unfall wäre heute also auch möglich, bei Tempo 50 oder 30 km/h.
    2 Ich kam an einem Winterabend vom Bahnhof in die Sägegasse. Auf dem Fussgängerstreifen, d. h auf der gelben Farbe bildete sich eine dünne Eisschicht, auf der ich ausrutschte und mit einer Gehirnerschütterung im Spital landete.
    Wie ist das auf den riesigen gelben Streiffen heute?
    3 Ich kam an einem Winterabend vom Zug aus der Brückreuti-Unterführung, Ich stemmte mich mit meinem Regenschirm gegen Wind und Regen. Plötzlich stiess ich gegen ein Hindernis und fiel hin. Grund: Man hatte bem Kindergarten Säulen aufs Trottoir gepflanzt. Einzige Veränderung: Seither können die Schneeräumer dort nicht hinkommen. Schnee und Eis bleiben liegen.
    4 Kinder: Auch für uns war der Verkehr im Bereich Schule ein Angstmacher. Fussgängerstreiffen und Instruktionen durch die Polizisten setzten Leitlinien. Man bemühte sich, die Kinder verkehrsbewusst zu machen. Sie müssen lernen. Und sie lernen auch. Schliesslich müssen sie einmal in die weniger vorsorgliche Welt hinausgehen. Oder ist es heute nicht mehr so?
    Im übrigen würde ich die meisten hier vorgebrachten Kritiken unterstützen. Manchmal bekomme ich den Eindruck, es gehe nicht um die Sache. Wichtig sei, ein grosses Bauvolumen vorweisen zu können.

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  2. Roland Wüthrich

    Nachtrag:
    Ich bitte freundlischst alle um entschuldigung, weil ich meinen Namen nicht vollständig eingetragen habe.
    Trotzdem. Ich bleibe trotzdem bei meiner Meinung und Feigling möchte ich trotzdem nicht genannt werden. Auf ein friedliches und vor allem sachliches Neben-, und Miteinander.

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    1. Walter E. Strahm

      Somit wären Sie wieder ein Herr mit Achtung und Respekt.
      Danke für die Korrektur.

      Intoleranz und Kleinstbürgertum sind nicht nur Ihnen ein Dorn im Auge, da stimme ich voll zu.
      Wäre beides nicht vorhanden, man bräuchte 90 % der Gesetze nicht und müsste die Strassen nicht gelb bemalen.

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  3. Peter Hitz

    Zum Lärm von lärmfreies Aaretal

    Dem alten Gemeinderat fehlte eine Verkehrsstrategie; soweit sie vorhanden war, war sie vor allem links-grün eingefärbt. Grössere Achsen z.B. von der Autobahn durch die Tägermatte (die ohne Golfplatz zur Verfügung stünde) oder von der Schwandgarage durch das vom Kanton kaum mehr benützte Land schräg hinauf, um den Bärenstutz zu entlasten, kam niemanden in den Sinn. Auch eine Ampel am unteren Ende des Bärenstutzes wurde offenbar nie diskutiert. Nicht einmal, als das Walental hätte überbaut werden sollen. Zudem pflegte der alte Gemeinderat ein Gärtchendenken. Vom Verkehr, der Schule und Sozialem sind alle betroffen, d.h. dass die jeweils nicht direkt betroffenen Gemeinderäte hätten mitdenken müssen. Nur die seltene einzige Klausur war ein derartiger Ansatz. Das letzte Parlament war kurzsichtig: Ohne Diskussion bewilligte dieses Parlament mit nur 2 Gegenstimmen (Bolliger, Friederich) 570’000.- für die sogenannte Verkehrslenkung (lies Einbau von Verkehrsschikanen und die fahrlässige Liquidation der Zebrastreifen). Die Gemeinde wäre selbstständig genug, um sich nicht stur an die entsprechende Verordnung von 2001 zu halten und den generellen Rechtsvortritt eben nicht einzuführen. Das verkehrte R deutet die verkehrte Verkehrtpolitik deutlich an. Das sinnvolle Beibehalten von einigen wenigen Hauptachsen in der Au hätte die Gemeinde durchsetzen können und müssen. Tempo 30 ist nur sinnvoll auf den kleinen Nebensträsschen, nicht aber auf Hauptachsen.
    Das Verkehrsschlamassel mit erheblichen Nichteinhalten des Busfahrplans ist teilweise der Süd-Nord-Befahrung der Bahnhofachse zu verdanken. Gemeinderat W. Schäfer weibelte schon vor Jahren für eine Nord-Süd-Befahrung, damit die Quartiere um die Belpbergstrasse via Aeschi-Kreisel ins Dorf fahren würden. Jetzt nützen sie den Rechtsvortritt vor dem Grappino üppig aus.
    Peter Hitz Münsingen

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  4. Fritz Kneubühl

    Ich verweise auf meine Leserbriefe vor Einführung der Zone 30.
    Alles ist eingetroffen wie vorausgesagt oder noch schlimmer.
    Jetzt stehen am Brückreutiweg sogar Verkehrstafeln vor meistens leeren
    Parkfeldern und bewirken, dass bei Gegenverkehr das Fahrzeug abgebremst und neu
    beschleunigt werden muss. Umweltfreundlicher geht`s kaum noch !!!
    Ich wäre dankbar, wenn mir jemand von den Verantwortlichen den Grund
    für diese Tafeln erklären könnte.
    Gehe ich falsch in der Annahme,dass obige Beschilderung eine weitere Schikane für die bösen Automobilisten ist ?
    Die einzige Voraussage meines Leserbriefes,nämlich die Probleme bei der Schneeräumung
    konnten leider diesen Winter mangels Schnee nicht getestet werden.
    Nur weiter so.
    Möglichst die letzten Baulandreserven überbauen.
    Die Verkehrsprobleme werden ungelöst unter den Tisch gewischt denn mit dieser Thematik
    kann man keine Lorbeeren ernten.

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  5. Max Batt

    Unsere Gesellschaft ist lieblos geworden – sie hat zuviel Geld. Max Thürkauf hat vor 30 Jahren das Hebelgesetz auf die Gefühlswelt übertragen, in dem er die physische Tatsache, »was ich an Weg gewinne, verliere ich an Kraft« auf die psychische übertragen, wonach eine viel wichtigere Tatsache resultiert: was ich an Geld (Macht) gewinne, verliere ich an Liebe« (und umgekehrt). Die Geldverschwendung auf der Münsinger-Westside sollte endlich den selbstverantwortlichen Bürger aufrütteln und nicht mehr (fast) alles der sog. übergeordneten Instanz in die Verantwortung geben.
    Alles, was der Einzelne selber erledigen kann soll er nicht auf die Gemeinde abschieben, was die Gemeinde selber kann, soll nicht vom Kanton gefordert werden. Staatsorgane sollten nicht die Wirtschaft beherrschen.
    Wir werden sicher mit der Zeit lernen mit den immer zahlreicheren Schikanen, die uns die teuren Bauverwalter in den Weg stellen, einigermaßen vernünftig umzugehen oder zu umgehen.
    Hört endlich auf bei jeder noch so kleinen Verbesserung der Wohnsituation zu fragen, ob es eine Bewilligung brauche. Bald müssen sonst Wöchnerinnen eine kostenpflichtige Bewilligung beantragen, dass ihr Baby die dem Staat gehörende Luft benutzen darf.
    »Der Stärkere hat die größere Verantwortung« das gilt überall, auch in der Zone 30. Polizisten haben keine Macht, auch Feuer- und Baupolizisten nicht. Hinter diesen lauern die ahnungslosen, selbstzufriedenen »wahren Schuldigen«: Die Richter.

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  6. Zuend Josef

    Demokratie überdenken
    Wir schimpfen über das Parlament, über die Verwaltung und über einzelne Personen. Aber sind wir über das Schlammassel nicht selber Schuld? Wer schlägt unsere hochqualifizierten Volkvertreter vor? Wer wählt diese Leute? Müssen wir nicht froh sein, dass es überhaupt Leute gibt die sich zur Verfügung stellen? Wo sind die fähigen Leute, die immer alles besser können und besser wissen?
    Wenn sich jemand Verselbständigt, eine Firma eröffnen möchte, dann muss dieser Mensch tonnenweise Belege für seine Fähigkeiten vorlegen, Bewilligungen einholen, auch Diplome und andere Prüfungen muss er vorweisen können; und natürlich eine Gebühr bezahlen.
    Haben wir schon einmal überlegt, welche Diplome oder Prüfungen ein Volksvertreter für das Parlament vorlegen muss? Dieser Mensch muss nur vorgeschlagen werden, ehrbar im Leben sein und ausreichend in der Partei die Versammlungen besucht haben. Er hat bewiesen, dass er das Wort ergreifen kann. Sich zu Themen äussert, die er überhaupt nicht versteht, aber gut reden kann. Witzige Pointen setzen kann und so den Glauben vertritt, er verstehe die Sache genau.
    Wann führen wir ein Fähigkeitszeugnis für Volksvertreter ein?
    Sepp Zünd

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  7. Joh.Schüpbach

    Rolf Gurtner hat schon recht, es ist bedenklich wie sich die Verantwortlichen in ihre Pflicht gegenüber dem Steuerzahler benehmen. Im Trauerspiel Tempo 30 in Münsingen, bin ich schriftlich bei der Bauabteilung vorstellig geworden. (Akten AE/b-140205). Von der zuständigen Fachbereichsleiterin habe ich leider nur nichtssagende Antworten erhalten. Die Frau gibt in ihren Antwortschreiben deutlich zu erkennen, wer schlussendlich bei diesen Massnahmen das Sagen hat und unterlässt zudem auch noch die kleinsten Anstandsregeln. Es ist zu hoffen, dass vielleicht die „hoch zu Ross Politik“ doch noch zur Vernunft kommt.

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    1. Gurtner Rolf

      Ja, Herr Schüpbach. Nichtssagende Antworten sind das eine. Widerlegbare Lügen, um den rotgrünen Stuss durchzubringen das andere. Zudem Vor Ort und vor den Anwohnern arrogant und herablassend auftreten, so stelle ich mir keinen Behördenvertreter vor. Auf Kritik Sprüche loslassen wie: ” Am Aafang het jede e tummi Schnorre, wes de bout isch, seit niemmer me öppis”! Das zeigt den Repekt gewisser Personen vor dem Steuerzahler. Daher sage ich genug: Entlassen und jemanden anstellen der 1. Sachverstand und 2. auch noch Anstand besitzt!
      Übrigens: Viele der getroffenen Baumassnahmen, wären rechtlich gar nicht haltbar! Was auch wieder schön verschwiegen wird…

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      1. Paul Stähli

        Welche der Baumassnahmen sind rechtlich nicht haltbar?
        Müsste der Gemeinde mit der Auflage zur Korrektur zugestellt werden.

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        1. Gurtner Rolf

          Wenn es nach mir ginge, würde nur singnalisiert, was in der Schweizerischen Signalisationsverordnung SSV publiziert ist. Nach dieser Grundlage werden auch die Fahrschüler ausgebildet. Da findet man keine Verkehrten „R“-Tafeln, auch keine Bäume auf Hauptstrassen, etc. Fast alles, was hier aufgestellt wurde, entspringt der Bernischen Kantonsdirektion unter Frau Egger. Das sagt eigentlich schon alles. Auch über unsere Bauverwaltung, welche einfach unbrauchbaren Stuss abkupfert!

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  8. Roland

    Wenn ich die Beträge so lese, dann sehe ich das Problen ganz anderswo. Intoleranz und Kleinbügertum sind nur zwei Wörter die mir spontan durch den Kopf gehen. Uns geht es wirklich sehr, sehr gut nicht?

    Antworten
    1. mjschnyder

      Der in der T 30 verunfallten Frau geht es leider sehr schlecht, Auf, dass es Dir weiterhin sehr, sehr gut geht mit Deiner kleinbürgerlichen Toleranz.

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    2. Joh. Schüpbach

      Roland xxxx , wenn einer seinen Namen nicht nennen darf, sollte er besser nicht schreiben.
      Auch das ist ein Problem von Intoleranz und Kleinbürgertum.

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    3. Walter E. Strahm

      Sie XXX haben Recht, ein Problem ist die Feigheit der anonym agierenden Individuen. Wer öffentlich unter seinem Namen Kritik übt, der muss auch ertragen, wenn es berechtigte Gegenkritik gibt. Obwohl nicht mit allen Voten zu 100% einverstanden, ich gratuliere allen die sich mit dem korrekten Namen zu Wort gemeldet haben.

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      1. Max Batt

        Lieber Walter,
        auch die Anonymität hat seine Vorteile, sie wird wenigstens als solche kritisiert.
        Roland ist vielleicht als Trinker schon verschrien. Jedoch soll im Wein die Wahrheit liegen. Ich kenne mehrere Rolands, auf welche diese dankbare Äußerung passen könnte. Wir jammern auf hohem Niveau!
        Mit Wein (Wahrheit) im Blut darf man ja heute nicht mal mehr selbstverantwortlich mit Tempo 30 fahren. Wenn alle mit 30 fahren würden, brauchte es keine Polizeikontrolle, keine Nummernschilder, keine Haftpflichtversicherung, dafür eben arbeitslose Beamte . . .

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  9. Andrea Müller

    Gebt dem neuen Gemeinderat und dem neuen Parlament doch eine Chance. Sie sind dafür ja nicht verantwortlich, müssen nun aber den shitstorm über sich ergehen lassen.

    Antworten
    1. Walter E. Strahm

      Geehrte Frau Müller
      Nicht alle sind neue Behörden- oder Verwaltungsmitglieder und aktiv waren auch die heutigen sog. Verantwortlichen schon früher.
      Das Problem im Polit-, Behörden- und Verwaltungsmanagement ist, man kann sich nach einigen Jahren mit vollen Taschen und leeren Kassen viel gelobt verabschieden.
      Gilt weltweit und auf allen Ebenen, nicht nur in Münsingen/BE.

      PS: Etwas berechtigte Kritik ist noch lange kein Shitstorm!

      Antworten
  10. mjschnyder

    Hochrisikozone Münsingen (zur Erinnerung)
    Fussgänger dürfen überall die Strassen überqueren, allerdings ohne Vortrittsrecht.
    Die Einfärbung vom Strassenbelag suggeriert Vortritt für Fussgänger. Diese Einfärbung hat aber rechtlich keinerlei Einfluss auf die Vortrittsregelung.
    Bereits wurde im Bereich Bahnhof T 30 eine Fussgängerin schwer verletzt.
    Der Systemfehler von T 30 liegt darin, dass der Vortritt – immer und überall – beim Fahrzeug liegt.
    Immerhin wird in den entsprechenden Unterlagen darauf hingewiesen, dass der Fahrzeuglenker besonders aufmerksam durch T 30 fahren soll.
    Die Verantwortung für die riskanten Fusswege – insbesondere für die immer jünger werdenden Schülerinnen und Schüler liegt ganz allein bei den Gemeindebehörden.
    mjs

    Antworten
    1. Paul Stähli

      Ja Rolf Herzog hat schon Recht. Einige Monate nach der Einführung von Tempo 30 stieg die Unfallhäufigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 100%. Obschon das eine “Milchbüchlirechnung” ist, stimmt es doch sehr bedenklich.

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      1. Max Batt

        Bemerkung zur “Milchbüchlirechnung” : Eine »Zunahme« von 0 auf 1 kann nicht in % angegeben werden, weil es keine Zunahme ist. (2 ist 100% mehr als 1)

        Antworten
  11. Bürki Peter

    Das dies ein Blödsinn ist, war vorauszusehen. Das in Münsingen am Volk vorbeipolitisiert wird, ist schon lange klar. Auch an der Kreuzung Tägertschistrasse – Krankenhausweg ist die dortige Ampel eine Aergernis. Es ist Rot, aber es kommt kein Querverkehr, man muss abbremsen, es entsteht Feinstaub, man muss anfahren, es entsteht wieder mehr CO2. Aber Hauptsache, die Grünen haben Ihre Ampel und können den Verkehr behindern wie in der Stadt Bern auch.
    Auch die diversen Busverbindungen leiden unter diesem Unfug, am Bahnhof Münsingen muss man rennen wenn man den Zug noch erreichen will.
    Wie wäre es mit einer Abstimmung dass die Verantwortlichen Ihre Fehlplanungen aus dem eigenen Sack berappen müssten, vielleicht würde es dann bessern.

    Antworten
  12. German Schenk

    Leider muss ich sagen die Stimmbürger von Münsingen sind mit verantwortlich für dieses Verkehrschaos.
    Mit dem Ja zur 30er Zone hat man der Gemeinde ein Instrument in die Finger gegeben das sie (die Gemeinde) nicht im Stande ist richtig zu spielen. Da kommen nur falsche Töne raus.
    Die Behörden haben auch vergessen, dass das „Ja“ nur ganz knapp zustande kam. Auf Bundesebene wird bei knappen Abstimmungsergebnissen, bei der Umsetzung auch die Unterlegenen 50% berücksichtigt.
    Nicht so in Münsingen da sind nur Radikallösungen gut genug. Und zwar so radikal, dass sich sogar die „Tempo 30“ Befürworter die Haare raufen.
    Ich sage nur eines, so sieht es aus wenn die Politik am Volk vorbei regiert, Chaos pur.
    P.S. Fahren Sie mal mit einem Motorrad bei nasser Fahrbahn in die Kurve beim Kebab Stand in der Sägegasse. Selbst bei Tempo 30 sind die neu auf gemalten Streiffen ein Garant für eine Rutschpartie. Super schlau.

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  13. Rolf Herzog

    Ihr Artikel entspricht genau meiner Meinung, es ist die reinste Verschwendung von Steuergeldern. Die Gesamtabrechnung wird dies zeigen. Ich habe nichts gegen Zonen von Tempo 30. Aber auf den Hauptverkehrsachsen wie Belpbergstrasse und Sägegasse haben diese nichts zu suchen.
    Nach dem äusserst knappen Entscheid der Stimmbürger wurden unter dem Deckmantel von mehr Verkehrssicherheit die Hindernisse aufgebaut und Fussgängerstreifen eliminiert, was in absoluter Verkehrsverhinderung ausartete. Es schien den Behörden und dem damaligen Bauverwalter nicht schnell genug zu gehen. Im Abstimmungsbüchlein wurde erwähnt, es sei eine Unfallreduktion von 30% beim Bärestutz erreicht worden. Wie sieht dies in effektiven Zahlen aus? (1 Unfall weniger von insgesamt 3). In Münsingen West ergibt 1 Unfall mehr in der Tempo 30 Zone eine Zunahme von 100%!
    Noch etwas zum „vergoldeten“ Niesenweg: Wenn sich 2 Autos kreuzen, muss ein Fahrzeug auf das nun durchgehende Trottoir ausweichen, was die Fussgänger voll gefährdet.

    Antworten
  14. Zysset Rene

    Die Zebrastreifen gaben den Kindern die gewisse Sicherheit, nun sind diese aufwendig entfernt worden.
    Angeblich sollen keine Zebrastreifen in der Tempo 30-Zone sein !!
    Warum hat den die Gemeinde Heimberg noch und noch die Zebrastreifen in der 30-Zone??

    Antworten
  15. Paul Stähli

    @Josef Zuend:
    Wenigstens haben wir mit unserem neuen Gemeinderat Andreas Kägi einen Volksvertreter, der die Situation kritisch beurteilt und die übernommenen Sünden korrigiert. Den Rückbau beim Coop hat er veranlasst und ich bin guter Hoffnung, dass er weiteren Unsinn aus der Vergangenheit ausräumt.

    Antworten
  16. Zuend Josef

    Sie fragen nach Verantwortlichen?
    Unser Parlament, von uns gewählt, das sind unsere Volksvertreter. Geltungssüchtige Politstreber, die die zugeordnete Verantwortung nicht wahrnehmen.
    Sie vertreten nicht die Meinung des Volkes, sondern glauben ihre persönliche Meinung sei die Volksmeinung, mehr Einbildung ist kaum möglich.
    Die Haltung der Einwohner von Münsingen gegenüber unserer Gemeindeverwaltung driftet zunehmend auseinander und es wird soweit kommen, dass jeder Vorschlag aus der Gemeindeverwaltung, wenn auch gut gemeint, vom Volk solange abgelehnt wird, bis die ganze Gemeindeverwaltung und das Parlament die Einsicht entwickelt hat zu unterscheiden zwischen blöd und nützlich.
    Sepp Zünd

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  17. Roswitha Hubler

    Dieser Schwachsinn hat jemand nicht genau durchdacht. Anstatt den Verkehr fliessend zu halten, weiss jetzt niemand mehr wer zuerst gehen sollte. Dies bringt Staus und sogar Unfälle mit sich. Tempotafeln wären sicher billiger gewesen.

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  18. Gurtner Rolf

    Dieses Ergebnis war leicht vorherzusehen und wurde von mir übrigens bereits in der Mitwirkung der Gemeinde so beschrieben. Man wusste also Bescheid. Nur ist man bei der zuständigen Bauverwaltung leider komplett lernresistent. Siehe auch die diversen Selbst-lobeshymnen in den Medien. Ich finde es an der Zeit, dass alle, die mit dem Unfug nicht zufrieden sind, geschlossen die Entlassung des zuständigen Bauplaners fordern! Nur ein Köpferollen wird gewisse Einsicht bringen. Und wie die Ereignisse bei der Kreuzung beim Coop-Hobby gezeigt haben, müssen Betroffene die einzelnen Bausünden separat angehen, damit zumindest gewisse Verbesserungen gemacht werden. Münsingen 2014: Eine Schande!!!

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